Nach den intensiven Wochen rund um die angekündigten Stellenstreichungen bei Putzmeister war ich zu Besuch beim Betriebsrat am Standort Aichtal. Gemeinsam mit dem Ortsverband Aichtal/Neckartal waren wir im Gespräch mit Jörg Löffler, Betriebsratsvorsitzenden.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die kürzlich erzielte Einigung zwischen Geschäftsführung und Arbeitnehmervertretung sowie die Situation der Beschäftigten nach Monaten großer Unsicherheit.
In der ganzen Diskussion dürfen wir eines nicht vergessen:
Hinter jedem Arbeitsplatz, über den wir in den Nachrichten lesen, steht ein Mensch: Eine Person mit einer Geschichte, mit Sorgen und Hoffnungen - und oft auch eine Familie, die von diesem Einkommen mit abhängt.
Der Betriebsrat hat deutlich gemacht, wie belastend die vergangenen Verhandlungen und die damit verbundene Unsicherheit für die Belegschaft waren. Mit dem Interessenausgleich und Sozialplan ist nun Planungssicherheit geschaffen worden: Der Stellenabbau soll überwiegend freiwillig erfolgen, ergänzt durch Altersteilzeitmodelle. Gleichzeitig bleibt klar, dass Kündigungen nicht vollständig ausgeschlossen sind, falls sich nicht genügend freiwillige Lösungen finden.
Besonders ausschlaggebend ist aus Sicht der Beschäftigten, dass der Standort Aichtal bis 2028 abgesichert wird, eine Mindestbeschäftigtenzahl festgeschrieben ist und Investitionen in Millionenhöhe zugesagt wurden. Das ist ein starkes Signal für die Zukunft des Standorts.
Es zeigt sich einmal mehr, dass der anstehende Wandel in vielen Unternehmen nur gemeinsam zwischen Belegschaft und Geschäftsführung ausgehandelt werden kann. Gute Industriearbeitsplätze sind zentrale Voraussetzungen für wirtschaftliche Stärke und natürlich auch für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt.