Im Rahmen meiner Unternehmenstour im Wahlkreis habe ich die Firma Roto Frank in Leinfelden-Echterdingen besucht. Das mittelständische Traditionsunternehmen produziert seit 1935 Fenster- und Türsysteme und ist heute weltweit tätig. Begleitet wurde ich bei dem Besuch von Uwe Jansen sowie von Petra Gudat-Koschatzky, der Sprecherin des grünen Stadtverbandes Leinfelden-Echterdingen.
CEO Marcus Sander stellte uns in einem ausführlichen Gespräch die Geschichte des Familienunternehmens und seine heutigen internationalen Aktivitäten vor. Roto Frank befindet sich vollständig im Besitz der Familie Frank und ist stolz darauf, Wachstum und Investitionen weitgehend aus eigener Liquidität zu finanzieren. Produziert wird in insgesamt 18 Werken in Nord- und Südamerika, China, Deutschland sowie weiteren europäischen Ländern.
Im Mittelpunkt unseres Austauschs stand die Frage, wie sich die internationale politische und wirtschaftliche Lage auf den Standort auswirkt. Dabei ging es unter anderem um die US-Zollpolitik sowie um die Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.
Mit Blick auf den Standort Deutschland wurden insbesondere steigende Lohn- und Lohnnebenkosten als zentrale Herausforderung für die Produktion benannt. Gleichzeitig hat sich die Fertigung in den vergangenen Jahren stark verändert: Durch einen hohen Automatisierungsgrad konnten Prozesse deutlich effizienter gestaltet werden. Die zentrale Frage ist heute, wie industrielle Produktion unter diesen Rahmenbedingungen weiterentwickelt werden kann, technologisch leistungsfähig, effizient und zugleich nachhaltig. Zugleich bildet das Unternehmen zahlreiche Auszubildende aus und investiert gezielt in die Weiterbildung seiner Mitarbeiter*innen.
Bei einer anschließenden Werksführung erläuterte Werkleiter Almir Poric die Produktionsabläufe am Standort Leinfelden. Dort wird bereits heute mit Hackschnitzeln geheizt, zudem ist eine energetische Sanierung der Fassade geplant. Im Zuge dieser Maßnahme soll auch eine große Photovoltaik-Anlage auf dem Dach installiert werden.
Dort, wo man sonst nur beim Vorbeifahren aus der U5 einen kurzen Blick erhaschen kann, zeigte sich mir eine hochautomatisierte Produktion mit zahlreichen Robotern. Gearbeitet wird im Drei-Schicht-Betrieb.
Ich habe den Besuch mit großem Respekt vor der Innovationskraft und dem hohen Qualitätsanspruch dieses mittelständischen Unternehmens abgeschlossen und wünsche Roto Frank weiterhin gesundes Wachstum und viel Erfolg.