Wie geht es Unternehmen in Nürtingen aktuell? Vor welchen Herausforderungen stehen sie im Alltag? Welche Rahmenbedingungen braucht es von der Politik, damit Investitionen, Innovation und gute Arbeit am Standort möglich bleiben? Und wie wirken sich internationaler Wettbewerbsdruck und die politischen Debatten rund um die Zukunft der Automobilindustrie ganz konkret vor Ort aus? Diesen Fragen bin ich bei meinem Besuch bei hofer powerTec in Nürtingen nachgegangen. Denn gute Politik fängt mit Zuhören und Verstehen an, deshalb ist mir der direkte Austausch mit Unternehmen vor Ort besonders wichtig.
Hofer powerTec ist seit vielen Jahren als Systemlieferant für Antriebslösungen tätig.Heute liegt der Schwerpunkt auf Elektrifizierung, Hybridisierung und Batterietechnologien. Nach der Neuausrichtung im Sommer 2025 ist das Unternehmen schlanker aufgestellt, Abläufe wurden vereinfacht und strategisch neu ausgerichtet, besonders wichtig ist, dass der Standort in Nürtingen stabil erhalten bleibt.
Batterietechnologien als zentrales Zukunftsfeld
Ein wichtiger Arbeitsbereich bei hofer powerTec ist die Entwicklung und das Testen von Batteriesystemen. Auf dem Betriebsgelände werden Batterien unter unterschiedlichen Bedingungen geprüft, um Sicherheit, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit zu gewährleisten. Die Kundschaft kommt überwiegend aus der Automobilindustrie, aber auch aus weiteren Mobilitätsbereichen. Das zeigt, wie breit die technologische Kompetenz am Standort aufgestellt ist und gleichzeitig mit besonders hoher Qualität Lösungen anbieten kann.
Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen an integrierten Antriebslösungen, bei denen verschiedene Komponenten zusammen gedacht werden. Solche ganzheitlichen Ansätze gewinnen in der Automobilindustrie zunehmend an Bedeutung, weil sie Fahrzeuge effizienter machen und Entwicklungsaufwand reduzieren. Hofer powerTec leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung moderner Mobilitätslösungen.
Besonders beeindruckt hat mich der hohe Stellenwert von Weiterbildung und Qualifizierung. Beschäftigte werden kontinuierlich weitergebildet, um die Transformation zu meistern. Auch wird hier zusammen mit Heller ausgebildet und in die Fachkräfte von morgen investiert.
Gleichzeitig wurden auch die Herausforderungen offen angesprochen: hoher internationaler Wettbewerbsdruck, insbesondere auch aus China, steigende Kosten und hohe regulatorische Anforderungen. Umso wichtiger sind verlässliche politische Rahmenbedingungen, gezielte Innovationsförderung und eine aktive Fachkräftepolitik.
Der Besuch bei hofer powerTec macht deutlich, dass industrielle Wertschöpfung, Klimaschutz und gute Arbeit zusammengehören. Unternehmen wie dieses zeigen, wie Baden-Württemberg seine industrielle Stärke weiterentwickeln kann und zeigt aber auch, dass wir alles tun müssen, um diesen Wohlstand hier in Baden-Württemberg bei uns zu halten.
Ich danke den Geschäftsführern Lars Illgen und Martin Maier für die offenen Gespräche und Einblicke. Der Austausch vor Ort hat einmal mehr gezeigt: Wenn Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenarbeiten, bleibt Baden-Württemberg auch im Wandel ein starker Industriestandort.
