Als ich an diesem Abend die Bühne im kleinen Saal der Nürtinger Stadthalle betrat, war ich beeindruckt und erfreut über die große Resonanz:
Die rund 200 Plätze des Podiums der Nürtinger Zeitung (NTZ) zur Landtagswahl 2026 waren komplett vergeben, die Karten schon lange vorher weg — ein deutliches Zeichen dafür, wie sehr sich die Menschen hier vor Ort für die Zukunft unseres Landes interessieren!

Moderiert von NTZ-Redaktionsleiter Kai Müller, nutzten die Leser*innen und Zuschauer*innen diese Gelegenheit, um uns Kandidatinnen und Kandidaten direkte Fragen zu stellen. Im Mittelpunkt standen wirtschafts- und bildungspolitische Themen.
Im wirtschaftspolitischen Teil der Diskussion habe ich betont, dass ökologische Transformation und wirtschaftliche Stärke kein Widerspruch sind. Statt kurzfristiger Effizienzsteigerung müssen wir in Zukunft in klimafreundliche Technologien, regionale Wertschöpfung und faire Arbeitsbedingungen investieren.
Gerade für unsere Region rund um Nürtingen sehe ich hier große Chancen für nachhaltiges Wachstum, das Mensch und Umwelt gleichermaßen dient. Wir brauchen mehr Raum für nachhaltige Innovation und kommunales Handeln. Als Nürtinger Gemeinderätin kenne ich das Problem eines knappen Haushalts - es braucht mehr Gelder, damit Kommunen nachhaltig investieren können. In meinen Antworten habe ich daher immer wieder betont, dass wir für eine gerechte Balance zwischen notwendigen Standards und praktikabler Umsetzbarkeit stehen müssen — gerade dort, wo es um lokale Initiativen, Klimaschutzprojekte oder Jugendarbeit geht. Ich habe in meiner Klimaschutz - und Wirtschaftstour im Wahlkreis viele Unternehmen besuchen dürfen und ich habe zugehört. Die aktuelle wirtschaftliche Lage beschäftigt viele Unternehmen im Wahlkreis, es braucht Vertrauen und Sicherheit, dass die getätigten Investitionen sich gelohnt haben.
Auch bei den Fragen zur Bildungspolitik habe ich darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, jungen Menschen nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern sie zu stärken, selbständig zu denken und Verantwortung zu übernehmen. Eine zukunftsfähige Schule braucht Raum für Kreativität und politische Teilhabe — und vor allem weniger Zeit für reine Verwaltungspflichten, die Lehrkräfte und Schulleitungen belasten. Insbesondere die frühkindliche Bildung ist uns wichtig - die Weichen für die Zukunft entscheiden sich am Start. Wir sind für ein verbindliches kostenloses letztes KITA Jahr, damit der Start in den Grundschulen gelingt. Hier haben wir schon einige Erfolge der Grün-geführten Landesregierung, mit meinem Vorgänger Winfried Kretschmann gesehen, das wollen wir mit dem nächsten Ministerpräsident Cem Özdemir fortführen.
Am Ende des Abends nahm ich nicht nur das gute Gefühl mit, dass viele meiner Anliegen Gehör gefunden haben, sondern auch den klaren Auftrag: weiter zuhören, weiter erklären und weiter engagiert an Lösungen arbeiten — für eine Politik, die für die Menschen hier vor Ort im Wahlkreis wirkt.
Am 8. März: beide Stimmen für Bündnis 90/Die Grünen!