Am 11. Februar hatte ich gleich mehrere Gäste zu Besuch. Im Rahmen der Podiumsdiskussion in der voll besetzten Kulturkantine Nürtingen ging es gemeinsam mit Kultusministerin Theresa Schopper und Thomas Poreski MdL über die Umsetzung des Ganztagsanspruchs an Grundschulen.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie mehr Chancengleichheit für Kinder erreicht werden kann. Ich machte deutlich, dass der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung eine große Chance für Familien ist – zugleich aber auch enorme Herausforderungen, vor allem auch für die Kommunen, mit sich bringt. Besonders der Fachkräftemangel ist derzeit der „Flaschenhals“ bei der Umsetzung.
Theresa Schopper zeigte uns den Prozess auf - dass wir ab dem Schuljahr 2026/27 das Recht auf Ganztag umsetzen, liegt daran, dass es vom Bund kommt. Zunächst war die baden-württembergische Landesregierung im Bundesrat kritisch, da es große Finanzierungslücken für die Umsetzung gab. Da sich die meisten Finanzierungsfragen mittlerweile gelöst haben, spricht sich Theresa sehr stark für den Ganztag aus.
Ein zentrales Anliegen der Diskussion war die Bedeutung von Ganztagsschulen für Kinder aus Familien mit besonderen Herausforderungen. Thomas Poreski erläuterte hier das Modell des “gebundenen Ganztag”:
An mindestens drei Wochentagen gibt es bis 16 Uhr Angebote von Unterricht, Hausaufgabenbetreuung oder Förderangebote zur Vertiefung. Fest steht, verlässliche Betreuungszeiten, gezielte Förderung und zusätzliche Lernangebote sind entscheidend, um Bildungschancen gerechter zu verteilen. Zudem stärken Ganztagsschulen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf früher Sprachförderung, mentaler Gesundheit sowie einer zeitgemäßen Medienbildung. Ich betonte, dass Schulen Kinder nicht nur fachlich, sondern auch im Umgang mit digitalen Medien und neuen Technologien stärken müssen.
Der Abend zeigte: Gute Bildung kostet Geld – ist aber eine Investition in die Zukunft. Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass Kommunen bei dieser Aufgabe nicht allein gelassen werden und jedes Kind die gleichen Chancen erhält.