Beim diesjährigen Rathaussturm in Frickenhausen und Nürtingen war die gute Laune kaum zu übersehen und vor allem kaum zu überhören. Die fünfte Jahreszeit lebt hier von echter Tradition und einem starken Gemeinschaftsgefühl, das ich sehr gerne miterlebt habe. Nur das Wetter war nicht sonderlich gut.
In Frickenhausen wurde um kurz nach 12 Uhr das Rathaus von den Narren gestürmt. Das diesjährige Motto: Flower Power. Und traditionell zeigte hier die Verwaltung auch einmal wieder ihre Tanzkünste. LinkMichel war auch da. Und der Bürgermeister musste sich vor dem Narrengericht behaupten.
Abends ging es dann nach Nürtingen. Nach einem kurzweiligen Programm, in welchem verschiedene Narrengruppen sich präsentieren, dauerte es nicht lange, bis das Rathaus gestürmt und Nürtingens OB Johannes Fridrich erfolgreich nach draußen geführt wurde. Höhepunkt war das Narrengericht: Mit einem Augenzwinkern nahm es aktuelle Themen der Stadtpolitik aufs Korn. Mit viel Wortwitz wurden unter anderem die Tapinoma-Ameisen in der Kirchheimer Vorstadt aufgegriffen, ebenso wie die Fledermäuse in der Bahnstadt oder die Waschbären aus Zizishausen. Auch der Stadtbalkon, sowie die angespannte Haushaltslage der Stadt fanden ihren Platz in den gereimten Anklagen. OB Johannes Fridrich, stilecht im Biberkostüm, konterte gereimt und erhielt am Ende sogar einen Freispruch.
Für mich ging’s dann nach Hause, denn es hat viel geregnet und ich war froh, mich zu Hause aufzuwärmen.