Gemeinsam mit allen anderen 7 Kandidierenden der verschiedenen Parteien für den Landtag bei uns im Wahlkreis war ich zu Besuch bei der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule in Nürtingen.
Die Schule hat mit verschiedenen Beteiligten eine beeindruckend professionelle Podiumsdiskussion auf die Beine gestellt. In der Mensa fanden sich einzelne Klassen der verschiedenen Schularten ein. Alle anderen 50 Klassen waren per Livestream dazu geschaltet und konnten ihre Fragen per Chat an die Kandidierenden richten. Ein Fakten-Check wurde ebenso nach jeder Fragerunde vorgenommen.
An der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule kann man einen Abschluss an einer beruflichen Schulart, eine Ausbildung, Meisterabschluss oder einen technischen Gymnasialabschluss oder technischen Oberschulabschluss erlangen. Auch besteht die Möglichkeit an der Schule die Deutschkenntnisse aufzubessern oder einen Hauptschulabschluss durch die duale Ausbildungsvorbereitung nachzuholen, die Arbeitsreife oder mittlere Reife zu erlangen. Es ist erfreulich, dass durch dieses vielfältige Schulsystem jede Person ihren individuellen Bildungsweg frei nach Interessen und Kompetenzen gestalten kann.
Die Podiumsdiskussion erstreckte sich über verschiedenen Themenbereiche. So wurden Fragen zu den Themen: Bildung, Umwelt-& Klimaschutz, Zuwanderung, Wirtschaft und Nahverkehr gestellt. Zum Einstieg mit Fragen, die an alle gerichtet wurden. Ergänzt von konkreten Fragen, die an einzelne Kandidierenden gerichtet wurden. Zusetzlich gab es die Möglichkei mit einem Joker eine Frage zu beantworten, die eigentlich an eine andere Person gestellt wurde.
Das vielseitige Programm gab allen Kandidierenden eine gute Möglichkeit, ihr Profil in aller Deutlichkeit herauszuarbeiten. In der Diskussion habe ich die Standpunkte von uns Grünen und meiner Kandidatur zu den Themen deutlich gemacht:
Mit einem Ausbau des Gemeinschaftsschulsystems, das allen die gleichen Bildungschancen ermöglichen soll, wollen wir die Bildungsqualität weiter verbessern. Neben der Bildungsqualität spielt die Chancengerechtigkeit im Bezug auf Bildung eine große Rolle. Nur wer keinen Hunger in der Schule hat, kann sich richtig konzentrieren. Deswegen werden wir ein kostenloses, gesundes Essen in den Mensen der Schulen in BW umsetzen.
Ausbildungen und vor allem das Handwerk wollen wir mit mehr Wertschätzung attraktiver machen. So werden wir den Meister mit dem Master gleichstellen und kostenlos möglich machen. Auch günstiges Wohnen in der Ausbildung soll in Zukunft mit Azubi-Wohnheimplätzen möglich sein. Denn keiner, der mit seiner Ausbildung beschäftigt ist, sollte sich wegen den steigenden und zu hohen Mieten Sorgen machen müssen.
Unseren starken Wirtschaftsstandort hier in BW können wir nur halten, wenn wir gemeinsam mit den Unternehmen an innovativen Lösungen für die Zukunft feilen, wie im von uns geplanten Strategiedialog. Dieser Dialog wird Vertreter*innen der Unternehmen, Forschung und Politik an einen Tisch bringen.
Es ist klar, dass die Autos der Zukunft – moderne, leistungsfähige E-Autos- hier in BW gebaut werden müssen. So schaffen wir nicht nur eine weitere Wertschöpfung durch das Qualitätsmerkmal „Made in Germany“, sondern behalten die Arbeitsplätze weiterhin hier im Ländle. Die Industrie der Zukunft braucht fleißige und kluge Köpfe. Dafür setzen wir uns gezielt mit der Förderung von Modellprojekten ein. Auch unsere qualitative, regionale Landwirtschaft trägt zu unserem starken, baden-württembergischen Wirtschaftsstandort bei. Wir werden sie deswegen gezielt fördern.
Integration gelingt vor allem dann gut, wenn man am Arbeitsleben so schnell wie möglich teilhaben kann. Als Politik verstehen wir Integration nicht als Einbahnstraße, weswegen wir wertvolle Angebote zum Lernen der Sprache und einer schnellen Integration in den Arbeitsmarkt schaffen werden. Sprachkurse sind für eine gelungene Integration ein wertvoller Grundstein. Deswegen werden wir eine intensive Deutschförderung ermöglichen.
Der Nahverkehr ist vor allem für junge Menschen ein wichtiger Teil des Alltags. Wir werden das Deutschlandticket erhalten und so allen einen bezahlbaren Nahverkehr zur Verfügung stellen und die dafür notwendige Infrastruktur stärken. Ein sicherer Radverkehr ist für eine nachhaltige Verkehrswende genauso wichtig. Das machen wir möglich durch Fahrbahnbegrenzungen, einer landesweiten Radnetzstrategie. Dafür möchten wir Kommunen mit dem Mobilitätspass ein Finanzierungsinstrument an die Hand geben, damit mehr Bus- und Bahnverkehr sowie Tarifverbesserungen wie Sozialtickets umgesetzt werden können.

Ein herzliches Dankeschön möchte ich allen aussprechen, die sich im Vorder- und Hintergrund an der bereichernden Veranstaltung beteiligt haben. Bei der Veranstaltung wurde wieder klar, wie wichtig es ist, dass junge Menschen, Schüler*innen ihre Perspektiven in politischen Diskursen einbringen.
Deswegen am 8. März demokratisch wählen gehen!