Volles Haus, klare Fragen, konzentrierte Atmosphäre – die Podiumsdiskussion in der Alten Mühle in Filderstadt-Bonlanden hat viel Spaß gemacht. Moderiert wurde der Abend souverän von zwei Schülerinnen des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Filderstadt, die die Diskussion strukturiert und zugleich lebendig geführt haben.
Im Mittelpunkt standen drei große Themen: Klimaschutz, Mobilität und Wohnen.
Beim Klimaschutz habe ich deutlich gemacht:
Klimaneutralität bis 2040 ist kein Symbolprojekt, sondern eine Notwendigkeit. Hitze, Dürre und Starkregen sind längst Realität – Nichthandeln würde uns wirtschaftlich und gesellschaftlich teuer zu stehen kommen. Wer heute in erneuerbare Energien, moderne Netze und klimafreundliche Technologien investiert, sichert Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit. Der Ausbau von Wind- und Solarenergie, schnellere Genehmigungen und verlässliche Ziele geben Planungssicherheit.
Gleichzeitig geht es um konkrete Unterstützung für Kommunen, etwa bei der Anpassung an Hitze oder Starkregen. Klimaschutz ist für mich kein Gegensatz zu wirtschaftlicher Stärke, sondern ihre Voraussetzung.
Im Bereich Mobilität stand die Frage im Raum, wie Menschen in Stadt und Land gleichermaßen zuverlässig und bezahlbar unterwegs sein können. Mobilität bedeutet Teilhabe: am Arbeitsplatz, am sozialen Leben, an Bildung.
Deshalb braucht es einen stärkeren öffentlichen Verkehr, dichtere Takte, faire Preise und einen konsequenten Ausbau der Schiene. Gleichzeitig gehören sichere Radwege und moderne Mobilitätsstationen dazu.
Klar ist aber auch: Der Erhalt bestehender Infrastruktur muss Vorrang haben. Straßen und Brücken zu sanieren ist oft dringlicher als neue Projekte zu planen. Die Verkehrswende gelingt nur, wenn sie alltagstauglich ist.

Beim Thema Wohnen wurde deutlich, wie sehr steigende Mieten gerade junge Menschen belasten.
Mehr bezahlbarer Wohnraum entsteht nicht durch Appelle, sondern durch klare politische Prioritäten: sozialer Wohnungsbau, Unterstützung für Kommunen und eine konsequente Nutzung vorhandener Förderinstrumente. Wohnen darf nicht zur sozialen Frage werden, die über Lebenswege entscheidet.
In der offenen Fragerunde wurde noch einmal spürbar, wie differenziert und kritisch das Publikum argumentierte. Der Abend in Bonlanden hat gezeigt:
Die großen Zukunftsfragen brauchen eine Politik, die langfristig denkt, verlässlich handelt und die Perspektiven der jungen Generation ernst nimmt. Vielen Dank für die Einladung und die konstruktive Debatte!