Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich einmal mit einem Krautkopf in der Hand eine Rede auf einem Landesparteitag halten würde, doch die Klimakrise macht es möglich. Während in Echterdingen das Krautfest gefeiert wurde, war ich auf der Landesdelegiertenkonferenz der Grünen Baden-Württemberg in Offenburg.
Mit dabei: ein Filderspitz-Krautkopf, die Landwirte mussten dieses Jahr Ernteeinbußen von 50% verzeichnen. Dieser Sommer war einfach zu extrem, zu heiß, zu trocken. Umso wichtiger ist es, dass wir als Land jetzt entschlossen beim Klimaschutz handeln. Der Bericht des Klimasachverständigenrats macht deutlich, dass Baden-Württemberg beim Klimaschutz noch zu langsam vorankommt. Die Berufungsperiode des Klimasachverständigenrats endet im Dezember. Umso wichtiger ist es, ihn nahtlos erneut zu berufen. Denn:
„Man löscht kein Feuer, wenn man einfach den Feuermelder ausschaltet.“
Gleichzeitig machen wir wichtige Schritte auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2040. Mit der Klimamilliarde möchten wir die Kommunen bei der energetischen Sanierung unterstützen. Dafür sind für das Haushaltsjahr 2027 200 Millionen Euro im Haushaltsentwurf eingestellt.
Neben den inhaltlichen Debatten standen in Offenburg auch wichtige personelle und organisatorische Entscheidungen an. Mit Clara Wellhäußer und Jan-Lukas Schmitt haben wir eine neue Landesdoppelspitze gewählt. Lukas Weber wurde als Landesschatzmeister im Amt bestätigt. Außerdem wurde der 17-köpfige Parteirat neu gewählt. Darüber hinaus haben wir zahlreiche Satzungsänderungen beschlossen, um unseren inzwischen rund 25.000 Mitglieder starken Landesverband organisatorisch weiterzuentwickeln.
Die Landesdelegiertenkonferenz bot damit nicht nur Raum für wichtige klimapolitische Debatten, sondern auch für die personelle und organisatorische Aufstellung unseres Landesverbands für die kommenden Jahre.
Fotos von Florian Freundt