Gemeinsam mit Matthias Knecht aus dem Ortsverband Neuffener Tal war ich zu Besuch bei ElringKlinger am Standort Neuffen. Den Auftakt bildete ein gemeinsames Mittagessen in der betriebseigenen Mensa. Besonders beeindruckend: Das Essen wird konzernintern am Standort Dettingen frisch gekocht, setzt auf regionale Produkte und ist Teil eines ganzheitlichen Verständnisses von Verantwortung gegenüber Beschäftigten. Und es hat natürlich auch sehr gut geschmeckt.
Im Anschluss folgte ein ausführliches Informationsgespräch zur strategischen Ausrichtung und Rolle des Standorts Neuffen innerhalb der Transformation von ElringKlinger. Seit wenigen Jahren ist in Neuffen das europäische Kompetenzzentrum für Batterietechnologie. Hier sind Entwicklung, Prototypen- und Musterbau, ein eigenes Testzentrum sowie die hochautomatisierte Serienproduktion gebündelt. Produziert werden vor allem innovative Zellkontaktiersysteme, die Batteriezellen zu leistungsfähigen elektrischen Einheiten verbinden und zentrale Funktionen für Sicherheit und Sensorik bei hoher Energiedichte und Ladeperformance übernehmen.
Um den Hochlauf großer Serienaufträge – unter anderem für die „Neue Klasse“ von BMW – zu ermöglichen, wurde der Standort in den vergangenen Jahren deutlich erweitert. Heute umfasst die Produktionsfläche rund 13.500 Quadratmeter, ergänzt durch ein modernes Logistikzentrum. Gearbeitet wird im Drei-Schicht-Betrieb, mehr als 700 Beschäftigte sind inzwischen in Neuffen tätig. Die hohe Auslastung zeigt, dass die Transformation hin zur Elektromobilität hier bereits Realität ist.

Abgerundet wurde der Besuch durch einen Rundgang durch die Produktion. Dabei wurde deutlich, wie hoch der Automatisierungsgrad ist und wie eng Fertigung, Qualitätssicherung und technologische Weiterentwicklung verzahnt sind. Innovation durch Cell-to-Pack-Konzepte, die Verwendung von Produkten aus den “klassischen” Geschäftsbereichen, als auch eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur in der Fertigung prägen die Arbeit am Standort.
Der Besuch in Neuffen hat eindrucksvoll gezeigt, wie industrielle Transformation gelingen kann: Mit Investitionen in Zukunftstechnologien, mit qualifizierten Beschäftigten und mit verlässlichen Rahmenbedingungen. Der Standort steht exemplarisch für ein Baden-Württemberg, das industrielle Stärke, Innovation und Klimaschutz miteinander verbindet.
Mein herzlicher Dank gilt Jürgen Weingärtner und Dr. Jens Winter und für den offenen Austausch, die Zeit und die spannenden Einblicke in die Arbeit am Standort Neuffen.