Am 26. Februar 2026 um 19 Uhr verwandelte sich die Aula des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums (dbg) in Filderstadt in eine politische Arena. Kurz vor der Landtagswahl am 8. März war ich zu Gast bei einer Podiumsdiskussion, die mich wirklich beeindruckt hat – vor allem wegen der Professionalität, mit der die Schülerinnen Madleen Dürr und Mara Valentin durch den zweistündigen Abend geführt haben. Ein riesiges Lob an die SMV für diese Organisation!
In verschiedenen Themenblöcken mussten wir Kandidierenden Farbe bekennen. Nach einer kurzen Einführungsrunde, die die Sorgen und Ängste der Schüler:innen aufzeigte, folgte zu jedem Thema eine Stimmungsrunde, bei der die Kandidierenden nur mit einem Daumen hoch oder runter antworten durften. Danach ging es mit einer kontroversen Frage weiter, mit der das Podium in eine Diskussion geraten sollte.
Wirtschaft: Mittelstand stärken, Arbeitsplätze sichern
Gleich zu Beginn ging es um die Frage, wie wir unseren Standort zukunftsfest machen. Ich konnte hier unser grünes Konzept für den Mittelstand vorstellen: Wir schützen Arbeitsplätze nicht durch Festhalten an der Vergangenheit, sondern indem wir den ökologischen Wandel aktiv mitgestalten. Um die Wertschöpfung hier in Baden-Württemberg zu halten, unterstützen wir unsere kleinen und mittleren Unternehmen dabei, Vorreiter bei sauberen Technologien zu werden. Krisenfeste Arbeitsplätze entstehen dort, wo wir mutig in Innovationen investieren und uns gleichzeitig von fossilen Abhängigkeiten befreien.
Klimaschutz ist kein Lippenbekenntnis
Ein intensiver Moment war die Diskussion über den Klimawandel. Auf die Frage, ob die Erderwärmung menschengemacht sei, gab es zunächst einhellig „Daumen hoch“ auf dem Podium – auch von der AfD. Hier musste ich allerdings nachhaken: Wer im Wahlkampf so tut, als erkenne er wissenschaftliche Fakten an, sollte das auch in seinem Programm widerspiegeln. Als ich Felix Schneider (AfD) damit konfrontierte, dass sein eigenes Wahlprogramm den menschengemachten Klimawandel leugnet, kam das Moderations-Team direkt mit einem Faktencheck zur Hilfe und bestätigte den Widerspruch. Politik lebt von Ehrlichkeit. Klimaschutz ist für uns kein Lippenbekenntnis, sondern die Grundlage für eine sichere Zukunft der jungen Generation.
Bildung und Gesellschaft: Perspektiven für die Jugend
Auch bei Themen wie der Gemeinschaftsschule, einem möglichen Social-Media-Verbot für Jüngere oder dem verpflichtenden Gesellschaftsjahr ging es kontrovers zur Sache. In der Bildungsdebatte haben wir Grüne eine klare Vision für ein gerechtes und leistungsstarkes System, das niemanden zurücklässt.

Besonders wertvoll war die abschließende Fragerunde der Schüler:innen. Von Waffenlieferungen an die Ukraine bis hin zur Ausstattung der Bundeswehr – die Fragen haben gezeigt, wie intensiv sich junge Menschen mit der Weltlage auseinandersetzen.
Demokratie lebt vom Mitmachen und vom respektvollen Streit um die beste Lösung. Abende wie dieser am dbg zeigen mir, dass die nächste Generation bereit ist, Verantwortung zu übernehmen.