Vor Kurzem habe ich RoboMotion an seinem Standort in Leinfelden-Echterdingen besucht. Im Mittelpunkt stand das Gespräch mit Gründer und Geschäftsführer Andreas Wolf, mit dem ich mich über die aktuellen Herausforderungen und Zukunftsfragen des Wirtschaftsstandorts Deutschland ausgetauscht habe.
RoboMotion entwickelt, konstruiert und programmiert Automatisierungslösungen für komplexe Materialflüsse. Während Roboter früher vor allem aus der Automobilindustrie bekannt waren, arbeitet das Unternehmen häufig für Kundinnen und Kunden aus der Nahrungsmittel- und Konsumgüterbranche, etwa beim Verpacken, Palettieren oder der innerbetrieblichen Logistik. Besonders prägend für das Unternehmen ist der hohe Software- und Programmieranteil, der durch passgenaue Greifertechnik und intelligente Steuerung ergänzt wird.
Ein zentrales Thema unseres Gesprächs war die Bürokratie. Andreas Wolf schilderte, wie aufwendig Genehmigungen, Dokumentationspflichten und regulatorische Vorgaben gerade für innovative, wachsende Unternehmen sein können.
Klar wurde dabei: Bürokratieabbau ist kein abstraktes Schlagwort, sondern eine ganz konkrete Voraussetzung dafür, dass Unternehmen Zeit und Ressourcen in Innovation statt in Formulare investieren können.
Ebenso haben wir über Künstliche Intelligenz (KI) gesprochen. KI spielt auch in der industriellen Automatisierung eine immer größere Rolle – etwa bei der Optimierung von Prozessen, der Fehlererkennung oder der flexibleren Steuerung von Robotern. Gleichzeitig ging es um die Frage, wie Europa und Deutschland technologisch souverän bleiben können und welche politischen Rahmenbedingungen nötig sind, damit Innovation hier entsteht und nicht abwandert.
Beim Rundgang durch das Unternehmen konnte ich mir ein Bild davon machen, wie moderne Robotik heute aussieht: hochpräzise, effizient und als Unterstützung für menschliche Arbeit gedacht. RoboMotion zeigt sehr anschaulich, wie Zukunftstechnologien „Made in Germany“ funktionieren können, wenn Know-how, unternehmerischer Mut und gute Rahmenbedingungen zusammenkommen. Dabei arbeiten sie u.a. mit dem Fraunhofer-Institut eng zusammen.

Ich nehme aus diesem Besuch viele Impulse mit. Für mich ist klar: Wenn wir den Wirtschaftsstandort nachhaltig stärken wollen, brauchen wir weniger unnötige Hürden, mehr Vertrauen in Innovation und eine Politik, die Zukunftstechnologien aktiv ermöglicht statt ausbremst.