Hightech für Medizin und Forschung – aus Frickenhausen für die Welt
Am 4. Februar hatte ich mit meinem Team die Gelegenheit, mit der Geschäftsführung von Greiner Bio-One zu sprechen und bei einer Werksführung die Produktion in Frickenhausen kennenzulernen.
In unserer Gesprächsrunde mit Geschäftsführer Bernd Klingel, Produktionsleiter Arun Nording, Marketingchef Michael Wirth und dem Leiter Automation Benjamin Henning konnten wir viele aufschlussreiche Einblicke gewinnen und es wurde deutlich, welche wichtige Rolle das Unternehmen für unsere Gesundheitsversorgung und die Forschung spielt. Greiner Bio-One ist auf die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb von Qualitätsprodukten aus Kunststoff für den Laborbedarf spezialisiert. Das Unternehmen ist Technologie-Partner für Krankenhäuser, Labore, Universitäten, Forschungseinrichtungen, die diagnostische und pharmazeutische Industrie sowie die Biotechnologie. Die in Frickenhausen produzierten Produkte werden weltweit eingesetzt und bilden die Grundlage für Diagnostik, medizinische Tests und neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Damit liefert das Unternehmen wichtige Produktlösungen, die weltweit in Laboren, Arztpraxen und Forschungs-einrichtungen eingesetzt werden.
Greiner Bio-One ist international aufgestellt und Teil der Greiner AG, eines weltweit führenden Unternehmens für Kunststoff und Schaumstofflösungen. Gleichzeitig ist der Standort stark in Baden-Württemberg verwurzelt. Genau diese Verbindung aus globaler Innovation und regionaler Wertschöpfung zeigt, wie wichtig solche Unternehmen für unsere Wirtschaft und unseren Technologiestandort sind.
In unserem Gespräch wurde deutlich, wie zentral die Gesundheitsbranche für Baden-Württemberg ist. Sie ist längst ein wirtschaftlicher Zukunftsmotor und zugleich systemrelevant. Unternehmen wie Greiner Bio-One leisten einen entscheidenden Beitrag zur medizinischen Versorgung, zur Diagnostik und zur Forschung. Besonders spannend fand ich, dass der Geschäftsbereich BioScience von Frickenhausen aus zentrale Forschungs- und Entwicklungsarbeit für den Weltmarkt steuert. Gerade während der Corona-Pandemie wurde sichtbar, wie unverzichtbar diese Branche ist. Ohne die hier hergestellten Produkte, wie z.B. Mikroplatten für das sogenannte High-Throughput-Screening, mit dem neue Wirkstoffe identifiziert werden können, wäre die Impfstoffentwicklung nicht möglich gewesen. Die Gesundheitswirtschaft rettet Leben – im Alltag wie in Krisenzeiten.
Wir haben aber auch über Herausforderungen gesprochen. Wie viele Industriebetriebe sucht Greiner Bio-One dringend Fachkräfte wie motivierte und gut ausgebildete Instandhalter*innen, Servicetechniker*innen oder Mechatroniker*innen, die die hochautomatisierten Anlagen betreuen. Denn nur wenn diese zuverlässig laufen, können Forschung, Labore und medizinische Einrichtungen kontinuierlich versorgt werden. Im Gespräch wurden zudem weitere, sehr wichtige Themen angesprochen. Viele davon nehme ich mir in meine politische Arbeit mit.
Bei der anschließenden Führung durch die Produktion konnten wir sehen, wie komplex die Herstellung tatsächlich ist. Kunststoffe werden bei Temperaturen von über 200 Grad Celsius verarbeitet und müssen gleichzeitig höchste Anforderungen an Präzision und Reinheit erfüllen. Mir wurde dabei noch einmal bewusst, wie viel Technologie und Knowhow hinter Produkten steckt, die im Laboralltag ganz selbstverständlich genutzt werden. Obwohl die Produktionsprozesse mit höchster Effizienz ablaufen müssen, fiel auf, dass überall ein gutes Miteinander und ein freundlicher Kommunikationsstil herrschten.

Abgerundet wurde der Termin durch ein gemeinsames Mittagessen in der Mensa von Leben inklusiv e.V. in Frickenhausen, die wir bereits am 16. Januar besucht hatten.
Im Rahmen meiner Tour durch Unternehmen in meinem Wahlkreis ist es mir besonders wichtig, mit den Firmen über die aktuelle Lage und die Herausforderungen vor Ort ins Gespräch zu kommen.
Der Besuch hat mir gezeigt, wie innovativ unsere Unternehmen im Landkreis und in Baden-Württemberg sind und wie wichtig es ist, mit ihnen im Austausch zu bleiben, um gute Rahmenbedingungen für Fachkräfte, Forschung und industrielle Entwicklung zu schaffen. Für die Möglichkeit, so wertvolle Einblicke zu erhalten, möchte ich mich herzlich bei Greiner Bio-One und der Geschäftsführung bedanken.